Rahel-Varnhagen-Blog

  • Exkursion Carlo Ross

Ausflug auf den Spuren von Carlo Ross, Juni 2016

Alle Texte wurden von den genannten Studierenden im Deutschunterricht von Frau Menge verfasst und gemeinsam überarbeitet. Die Fotos hat Julia Stuckert aufgenommen.
„Am 23. Juni 2016 haben 11 Studierende unserer Klasse, die ARS2A, zusammen mit unserer Klassenlehrerin Frau Skurak‐Althaus einen Ausflug auf den Spuren von Carlo Ross unternommen. Carlo Ross hat das Buch „… aber Steine reden nicht“ geschrieben, das von Juden handelt, die früher in Altenhagen gewohnt haben und deportiert wurden. Wir hatten das Buch zuvor im Geschichtsunterricht gelesen und uns mit Kurzreferaten auf die einzelnen Stationen der Reise vorbereitet. Es hat uns sehr interessiert, was hier passiert ist, da wir alle hier in Hagen wohnen. Daher hat auch nur eine Studierende bei unserem Ausflug gefehlt, obwohl es an dem Tag weit über 30 Grad heiß war und wir von 12 bis 16
 Uhr unterwegs waren. Alle haben aber gut mitgemacht.“ –Julia Stuckert
„Die erste Station unserer Route war die Synagoge in der Potthofstraße. Diese ist eine jüdische Kulturgemeinde, in der sich Juden, die heute in Hagen leben, jeden Samstag treffen, um zu beten und zu singen. Danach essen die Leute auch gemeinsam besonderes Essen mit allen Familien zusammen. Heute ist die Synagoge ein ruhiger Ort. Das Gebäude ist modern, aber eine alte Mauer erinnert an früher.“
–Blessing Ehiobu
„Nach der Synagoge haben wir die Pferdemetzgerei und ein Wohnhaus in der Straße ‚Zur Stiege’ besucht. In dem Buch wird von dem Haus erzählt, in dem jüdische Kinder wohnten, die eine Treppe draußen‚ Himmelsleiter’ nannten. Der Begriff ist jüdisch, denn Jakob, einer der Urväter, wollte mit Hilfe der Himmelsleiter das Paradies erreichen. Die Treppe war für die Kinder ein beliebter Spielplatz und half ihnen in der schlimmen Zeit. Der Ort hatmich an meine Kindheit erinnert, die viel leichter und glücklicher war als die Kindheit der Kinder in dieser Straße.“
–Gaetano Morando
„In dem Haus wohnen heute wieder Menschen wie überall. Zwischendurch haben wir immer mal wieder Pause gemacht, weil es so heiß war und wir vom Zentrum in Hagen bis Altenhagen zu Fuß gegangen sind. Wir haben uns Eis gekauft, das schöne Wetter genossen und viel Spaß gehabt. Am Fluss Volme haben wir auch Pause gemacht und unserer Lehrerin viele Fragen gestellt über das Leben der Juden früher und den Hass der Nazis auf die Juden. Sie hat uns erklärt, dass die Nazis über allen stehen wol lten und nicht nur gegen die Juden waren.“
–Adil El Hanaoui und Muhammad Shoaib
„Auch wennes nicht zur ursprünglichen Route gehört, haben wir die Stolpersteine besucht, die in Hagen in der Nähe der Sparkasse zu finden sind. Stolpersteine sind Erinnerungen an die Juden, die von den Nazis deportiert wurden. Es gibt auf den einzelnen Steinen Informationen zu Namen, den Geburtsdaten und dem Datum sowie Zielort ihrer Deportation, wenn dies alles bekannt ist. Die Stolpersteine liegen fast überall in Hagen u nd wenn man durch die Straßen läuft, sollte man auf sie achten und die Menschen nicht vergessen.“
–Loy Leung
„Es waran diesem Donnerstagso heiß, dass wir es nicht mehr geschafft haben, auch das Grab von Carlo Ross auf dem Friedhof in Haspe zu besuchen. Da wir uns aber so viel mit dem Autor beschäftigt haben, der 2004 gestorben ist, bin ich mit meinem Klassenkamerad Aziz am Samstag zum Friedhof gefahren, um für alle ein Foto von dem Grab zu machen. Es war schwierig, das Grab zu finden und wir haben sehr lange gebraucht. Aber wir haben es geschafft.“
–Julia Stuckert